Liebe Leserinnen und Leser, ich schreibe diese Worte an einem der ersten schönen Frühlingstage. Die Sonne scheint warm vom Himmel und überall beginnt es zu blühen. Gleichzeitig sind wir alle tief verunsichert, weil wir nicht wissen, was auf uns zukommt. Und wie lange der Ausnahmezustand um uns herum anhält. Von Tag zu Tag überstürzen sich jetzt die Ereignisse. Viele von uns sind ganz und gar davon in Anspruch genommen, ihren Alltag ganz neu zu regeln. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Ihnen das gut gelingt und sich die Belastung in Grenzen hält. Auch in der Gemeinde verändert sich jetzt viel. Wir mussten alle Gottesdienste und Veranstaltungen bis Ostern absagen.
Wie es danach weiter geht, müssen wir dann je nach Sachlage entscheiden. Natürlich stehen wir: Pfarrer Dede, Pfarrer Martin und das Team im Büro Ihnen weiterhin jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

Im Blick auf die anstehende Konfirmation sind wir in der glücklichen Lage, dass wir noch etwas Zeit haben bis Pfingsten. Wir können das nur zeitnah entscheiden. Zunächst gilt das Versammlungsverbot bis zum 10. April. Das betrifft auch unsere Gottesdienste. Wenn es dabei bliebe, könnte die Konfirmation wie geplant stattfinden. Es kann aber auch noch zu größeren Einschränkungen kommen, die uns zwingen, die Konfirmation zu verschieben. Bitte haben Sie noch etwas Geduld, bis wir da klarer sehen. Wenn es soweit ist, wird sich Pfarrer Martin mit den betroffenen Familien absprechen. Noch halten wir an dem Termin zu Pfingsten fest.
Den letzten Gottesdienst haben wir am vergangenen Sonntag dem Sonntag Okuli in kleiner Runde gefeiert. Dabei begleitet uns das Psalmwort:
"Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln… Sie gehen von einer Kraft zur andern und schauen den wahren Gott in Zion." Ps 84, 6.8.

Ich möchte Sie dazu ermutigen, ruhig selbst einmal die Bibel aufzuschlagen und die Worte zu sich sprechen zu lassen oder sich in den Andachten im Radio, im Fernsehen, im Internet Kraft und Stärke zu holen.
Eins ist sicher und das gilt für alle Menschen, ob sie gläubig sind oder nicht: da bricht etwas über uns hinein, was stärker ist als wir alle und wir fühlen uns eigenartig hilflos. Wer oder was ist das? Nur eine Epidemie, nur Glück für den einen, wenn er ungeschoren davonkommt und Unglück für den anderen, wenn es ihn trifft? "Du bist meine Stärke, Gott!" - die Erfahrung können wir gerade jetzt machen, dass da jemand ist, der uns Kraft gibt und uns festhält, was immer kommen mag. Das kann uns die Gelassenheit geben, so normal wie möglich unseren Alltag zu gestalten, die Vorsicht, alles zu tun, um niemanden zu schaden und die Umsicht, so gut wie möglich für andere da zu sein. So können wir uns hinein begeben in das Kraftfeld Gottes und uns davon umfangen lassen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie gut durch die Zeit kommen. Dieses Jahr ist für uns alle ein ganz besonderes, das wir so schnell nicht vergessen werden. Mögen sich auch gute Erinnerungen damit verbinden.

Ihr Pfarrer Dede

   

Copyright © 2012 Werbeservice & Notensatz Steffen Fischer, www.notensatz-s-fischer.de  Stand: 23.06.2020  

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.