Das sagt es Jesus zu seinen Jüngern im Johannesevangelium.
Wenn wir uns auf diese Szenerie einlassen, dann sehen wir Jesus und die Jünger zusammen. Sie haben den direkten Blick auf Jesus. Sie sehen ihn. Wie können wir Christus sehen? Wie können wir ihn wirklich sehen, so klar umrissenen in seiner Gestalt wie die Jünger? 
Gut, erst mal muss ich zugeben, gar nicht! Wir können Jesus nicht sehen, aber wir haben seine Worte, die Worte der Menschen, die Jesus noch mit eigenen Augen gesehen haben. Die an ihn geglaubt und so noch tiefer gesehen haben. Und all das ist aufgeschrieben. Das können wir lesen im Neuen Testament. Und dann entsteht doch auch ein Bild. Dann sehen wir doch etwas, wenn wir nicht blind sind. Dann tritt doch Jesus zumindest in Umrissen vor unser inneres Auge.

Und wenn wir das dann so sehen, was sagen uns dann diese Worte: "Wer mich sieht, der sieht den Vater..."
Ich denke jetzt an ein Kirchenfenster. Diese wunderbaren Kirchenfenster, die wir überall finden. Und wenn wir durch sie hindurch blicken in einem hellen, sonnenbeschienenen Tag, dann leuchten sie auf und funkeln. Hätten wir die Kirchenfenster nicht und würden direkt ins Sonnenlicht blicken, dann würde die Sonne uns blenden, wir würden gar nichts mehr sehen. So ist es auch, wenn wir Gott sehen. Wollten wir direkt in Gottes Angesicht sehen, sähen wir gar nichts - in der Bibel steht sogar, wer Gott sieht, muss sterben, so überwältigend ist der Anblick Gottes. Und doch sagt Jesus hier, "Wer mich sieht, der sieht den Vater."
Wir haben die Möglichkeit Gott zu sehen, so wie wir durch ein Kirchenfenster in die Sonne sehen können. Das Licht wird gefiltert und blendet uns nicht. So können wir Gott sehen, wenn wir auf Christus sehen.

So bekommt dieser Satz Jesu einen tiefen Sinn: "Wer mich sieht....". So wie wir Jesus sehen können, in dem Wort der Bibel, in dem Wort der Schrift, so können wir Gott sehen. In Christus und nur hier, nehmen wir das Bild Gottes wahr. Die Bibel ist so etwas, wie ein Kirchenfenster, durch das wir in das Licht der Sonne, ins Angesicht Gottes schauen. Das ist der tiefere Sinn, weshalb wir uns mit dem Wort Christi beschäftigen müssen, als Christen. Nicht nur als Christen, als Menschen. Wer Gott sehen will, muss auf Christus sehen durch Christus erkennen wir Gott. Nehmen wir sein leuchtendes Bild wahr. 
Amen 

Pfarrer Hartwig Dede

   

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